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Rottendorf – Preis für Verdienste um die niederdeutsche Sprache

Preisträger:

1963      Arbeitsgemeinschaft Michaelis-Treffen, Lippinghausen

1965      Pater Dr. Gregor Schwake, Benediktiner Gerleve

1967      Prof. Dr. Anton Hilckmann, Bevergern

1969      Norbert Johannimloh, Münster und Dr. Siegfried Kessemeier, Münster

1976      Hermann Homann, Münster

1980      Gertrud van Dam, Emsdetten

1980      Fritz Kuhne, Halver

1983      Niederdeutsche Bühne, Münster (zusammengefasste Preise 82´und 84´)

1986      Ottilie Baranowski, Hörstel-Bevergern und Prof. Dr. Jan Wirrer, Spenge

1988      Dr. Wolfram Rosemann, Köln

1990      Hannes Demming, Münster

1992      Walter Born, Münster

1994      Walter Höher, Schwerte-Ergste

1996      Georg Bühren, Münster

1998      Werner Brüggemann, Warendorf

2000      Dr. Horst Ludwigsen, Schalksmühle

2002      Prof. Dr.Hans Taubken, Münster

2004      Heinrich Schürmann, Herzebrock-Clarholz

2006      Egon Reiche, Bocholt

2008      Strauhspier (Nikolaus Evers, Helmut Schnieders, Hermi Sürken), Rheine

2010      Pastor Wilhelm Dullweber, Stemwede-Levern und Geistlicher Rat Heinz Witthake, Münster

2012      Dr. Timothy Sodmann, Südlohn

2014      pattu (Georg Bühren, Alexander Buske, Peter Egger, Jürgen Mönkediek), Münster

2016      Peter Bürger, Eslohe (Sauerland)

2018      Elisabeth Georges (Münster-Hiltrup)

1963 - Arbeitsgemeinschaft Michaelis-Treffen Lippinghausen

Überreichung am 21. September 1963 in Lippinghausen, Landkreis Herford, anlässlich des VIII. Michaelis-Treffens durch Dr. Hans Riepenhausen, Geschäftsführer des Westfälischen Heimatbundes, Münster.

Verleihungsurkunde vom 18. September 1963

Die „Arbeitsgemeinschaft Michaelis-Treffen“, deren Wurzel und Rückgrat der Heimatverein Lippinghausen ist, hat sich in vorbildlicher Weise für die Pflege der Heimatsprache eingesetzt. Sie fördert die niederdeutsche Sprache vorzüglich dadurch, dass sie sie in das Gemeinschaftsleben des Dorfes einbaute, das mit den plattdeutschen Michaelis-Wochen wieder zu sich selbst gefunden hat. Die Pflege der Gemeinschaftssprache ist in Lippinghausen weiterhin durch das plattdeutsche Laienspiel in einer Art lebendig geworden, die sowohl die Spiellandschaft Westfalen, wie auch insbesondere dem Lebensgefühl der jungen Generation entspricht. Lippinghausen hat überzeugend gezeigt, dass über das Spiel auch die Jugend die heilige und hohe Sprache der Heimat achtet und spricht.

 

1965 - Pater Dr. Gregor Schwake OSB, Abtei Gerleve

Verleihung am 20. September 1965 im Rathaus zu Münster. Überreichung durch Dr. Albrecht Beckel, Oberbürgermeister der Stadt Münster.

Laudatio: Prof. Dr. Dr. Anton Hilckmann, Mainz.

Verleihungsurkunde in plattdeutscher, lateinischer und hochdeutscher Sprache

Pater Gregor Schwake OSB, Abtei Gerleve, hat sich um die Erhaltung, Förderung Festigung des Niederdeutschen verdient gemacht. Für das Jahr 1965 wird ihm daher der Rottendorf-Ennigerloh-Preis zuerkannt.

1967 - Prof. Dr. Dr. Anton Hilckman

Verleihung am 18. November 1967 im Rathaus zu Recklinghausen. Überreichung durch Heinrich Auge MdB, Oberbürgermeister der Stadt Recklinghausen. Laudatio: Regierungspräsident a.D. Dr. Bernhard Reismann, Münster

Verleihungsurkunde in plattdeutscher, lateinischer und hochdeutscher Sprache.

„Ad perpetuum rei memoriam

De Professor Anton Hilckman hätt den Rottrup-längerlaisken Preis daorum mähr äs verdennt, weil dat häi mannichäin weiher dat Hiät un de Aohn loss makt hätt fö use ährlicke un feine, fö use klaore un stolte, fö use hauge un hillige Maouderspraoke.

Antonius Hilckman Bevergernensis optime meruit de lingua Germaniae Inferioris conservanda et confirmanda. Propterea anno MCMLXVII illi pretium, quod Rottendorf-Ennigerloh sui generis ultimus instituit, collatum est.

Universitätsprofessor Dr. Dr. Anton Hilckman, gebürtiger Westfale, o.ö. Professor an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und dort selbst Direktor des Instituts für Vergleichende Kulturwissenschaft hat sich durch Wort und Schrift, Forschung und Lehre, Beispiel und Tat in hohem Maße um die niederdeutsche Sprache, um die niederdeutsche Art und um die niederdeutsche Kultur verdient gemacht. Darum wurde ihm an diesem Tag im Festsaal des Rathauses zu Recklinghausen der Rottendorf-Ennigerloh-Preis für das Jahr 1967 zuerkannt.“

1969 - Norbert Johannimloh, Münster

Vergabe durch den Westfälischen Heimatbund als „Förderpreis für niederdeutsche Literatur in westfälischen Mundarten, verbunden mit dem Rottendorf-Ennigerloh-Preis 1969.“

Verleihung am 13. Dezember 1969 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Landesdirektor Walter Hoffmann, Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes, Münster. Laudatio: Dr. Werner Schulte, Neheim-Hüsten.

Begründung in der Verleihungsurkunde:

Der Westfälische Heimatbund „zeichnet damit ein Werk aus, in dem durch beispielhafte Gestaltung ein Motiv der westfälischen Geschichte, die Wiedertäufer in Münster, zum Träger eines bedeutenden Themas wird. – Wie die Gerichteten in den Käfigen am Turm von Lamberti erscheint der Mensch als Gefangener seines eigenen Seins, seiner Ichbezogenheit und seines Geltungsbedürfnisses, eines Erlösungsgedankens und eines Sendungsbewusstseins. Idee und Wirklichkeit brechen ihm auseinander; er zerstört sich selbst und den Nächsten. – Die niederdeutsche Sprache gibt der Darstellung dieses Themas eindringlich Anschaulichkeit und Unmittelbarkeit.“

1969 - Dr. Siegfried Kessemeier, Münster

*20.11.1930 in Oeventrop bei Arnsberg im Sauerland. Dort aufgewachsen. Studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie und Publizistik in München und Münster. Promotion zum Dr. phil. Zunächst freier Journalist und Pressearchivar. 1970 – 1972 Redakteur der Zeitschrift „Westfalenspiegel“. 1972 – 1978 Museumsberater für Westfalen und Geschäftsführer der Vereinigung westfälischer Museen. 1978 -1995 Leiter der Abteilung Landesgeschichte und Graphik im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster. Zahlreiche Ausstellungen und Katalog Veröffentlichungen. Trat seit den 60er Jahren mit Gedichten in der Mundart seines Heimatortes hervor. Gewann damit überregionale Beachtung. Versuchte eine Verbindung zur experimentellen und konkreten Poesie und zum Jazz. Lebt in Münster.

Weitere Auszeichnungen:
Klaus-Groth-Preis 1975 der Stiftung F.V.S. zu Hamburg.

Schriften:
Gloipe inner dör. Gedichte in sauerländischer Mundart. Mit Grafiken von Jörg Drühl. Leer 1971

Zur Rundfunkarbeit
Siegfried Kessemeier: Hörspiele – auch in Platt. In: Westfalenspiegel 1970, H.12, S. 29-30.

1976 - Hermann Homann, Münster-Sudmühle

Verleihung am 20. November 1976 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Rose Rottendorf, Vorsitzende des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Oberkreisdirektor  Winfried Schulte, Mitglied des Vorstandes der Rottendorf Stiftung.

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„In dem Bemühen, die Kräfte zu stärken, aus denen die Mundart lebt, hat Hermann Homann sich für die Jugend, die Berufsbühne, das Laienspiel und für den Hörfunk in der niederdeutschen Sprache münsterländischer Prägung mit Erfolg eingesetzt. Insbesondere haben seine vom Rundfunk gesendeten 33 plattdeutschen Hörspiele ein breites Echo gefunden. Sie sind beispielhaft für eine vertiefte volkstümliche Literatur in heutiger Zeit und ein anschauliches und lebendiges Spiegelbild niederdeutscher Sprache und Wesensart

1980 - Gertrud van Dam, Emsdetten

Verleihung am 7. Juni 1980 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Rose Rottendorf, Vorsitzende des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Dr. Werner Schulte, Arnsberg

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Gertrud van Dam hat sich in uneigennütziger, aufopferungsvoller Arbeit durch die Herausgabe der plattdeutschen Krankenbriefe, durch die Gestaltung plattdeutscher Gottesdienste und durch die Hilfe bei der Textauswahl des ersten niederdeutschen Schülerlesewettbewerbs mit spürbarem Erfolg für eine steigende öffentliche Wertschätzung der niederdeutschen Sprache eingesetzt. Sie hat durch die Veröffentlichung anspruchsvoller und zugleich volkstümlicher Erzählungen einem breiten Leserkreis den Zugang zur Darstellung von Gegenwartsproblemen in der plattdeutschen Sprache erschlossen.“

1980 - Fritz Kuhne, Halver

Verleihung am 7. Juni 1980 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Rose Rottendorf, Vorsitzende des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Dr. Werner Schulte, Amsberg

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Fritz Kuhne hat durch sein überzeugendes Vorbild und durch die Schaffung von niederdeutschen Arbeitsheften zahlreichen heranwachsenden Schülergenerationen die niederdeutsche Sprache nahegebracht und im Rahmen der Erwachsenenbildung, in ehrenamtlichen Funktionen und durch Zeitungsveröffentlichungen viele Jahrzehnte hindurch die Verbreitung der niederdeutschen Sprache und Literatur gefördert. Sein Roman „De soziale Froge“ und die Erzählungen „Lechterstunne“ sind ein anschauliches und zutreffendes Spiegelbild von Geschehnissen und Menschen aus der Industrialisierung des Märkischen Sauerlandes und zugleich ein überzeugendes Beispiel für die sprachliche Kraft des Niederdeutschen.

1983 - Niederdeutsche Bühne am Theater der Stadt Münster

Zusammengefasste Verleihung der Preise für 1982 und 1984 am 24. September 1983 im Stadttheater Münster anlässlich des Westfalentages. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Dr. Werder Schulte, Arnsberg

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Seit ihrer Gründung im Jahre 1919 hat diese Bühne wichtige Theaterstücke der niederdeutschen Literatur in Münster, in vielen Gastspielorten in Westfalen und im niederdeutschen Sprachraum beispielhaft aufgeführt. Sprech- und Bühnenkunst, dramatische Dichtung, Annahme, Erhaltung und Pflege der Sprache durch das Publikum und Heimatbewusstsein bedingen, tragen und fördern sich in vielfältigen Wechselbeziehungen gegenseitig. Aufgrund solcher Zusammenhänge würdigt die Stiftung die Bedeutung und die Verdienste der Niederdeutschen Bühne. Die Mitglieder der Bühne sind Laienschauspieler; sie proben und spielen ehrenamtlich und unentgeltlich. Das erfordert ungewöhnliche Hingabe und Einsatzbereitschaft. Die Stiftung ehrt diese Haltung. Ganz besonders würdigt sie die künstlerischen Leistungen der Einzelmitglieder und der Spielgemeinsaft; ihre Fähigkeiten bestimmen das hohe Niveau und die nachhaltige Ausstrahlung der Bühne.“

1986 - Ottilie Baranowski, Münster

Verleihung am 8. Oktober 1986 auf Haus Vornholz in Ennigerloh-Ostenfelde. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Dr. Werner Schulte, Amsberg

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Frau Baranowski erhält den Preis für ihre Bücher „Wind weiht“, niederdeutsche Lyrik, 1978, „Nagelholt“, Epigramme und Erzählgedichte, 1982, und „Nu kiek doch een`den annern an!“, Riemsels und Vertällsels, zusammen mit Josef Uhlenbrock, 1984. Mit diesen Arbeiten und mit zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitungen und Anthologien hat sie dazu beigetragen, Rang und Ansehen niederdeutscher Literatur Westfalens zu steigern und zu fördern. Außer diesen literarischen Leistungen verdienen Frau Baranowkis Vortragsveranstaltungen und ihre engagierte und vielfältige Tätigkeit in maßgeblichen Gremien für niederdeutsche Sprache und Literatur Dank und Anerkennung.“

1986 - Prof. Dr. Jan Wirrer, Sprenge

Verleihung am 8. Oktober 1986 auf Haus Vornholz in Ennigerloh-Ostenfelde. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Dr. Werner Schulte, Amsberg

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Prof. Wirrer hat aus eigener Initiative eine Reihe von Projekten zur Erschließung der Sprache und Kultur in Ostwestfalen-Lippe in seine Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Universität Bielefeld aufgenommen. Als erste Ergebnisse liegen zwei Anthologien in ostwestfälischer und lippischer Mundart vor: „Vör un achter de Nierndöüer“, niederdeutsche Prosa, 1981, und „Seißenklang“, Gedichte aus zwei Jahrhunderten, 1984. In beiden Werken wird das Schaffen ostwestfälisch-lippischer Dialektdichter mit charakteristischen Beispielen dokumentiert. Diese Bestandsaufnahmen, versehen mit Literatur-, Wörter- und Quellenverzeichnissen, mit Kurzbiographien und Anmerkungen, liefern wichtige Grundlagen für weitere Forschungen und für die Beschäftigung mit niederdeutscher Sprache und Literatur.“

1988 - Dr. Wolfram Rosemann, Köln

Verleihung am 8. Oktober 1988 im Erbdrostenhof zu Münster.  Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Hannes Demming, Münster.

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Dr. Rosemann hat in seiner rund dreißig Jahre währenden Rundfunktätigkeit als Autor, Redakteur und Regisseur das Medium Rundfunk mit außerordentlichem Erfolg in den Dienst der Pflege des Niederdeutschen gestellt. Neben dem Hörspiel wurden unter seiner Leitung niederdeutsche Prosa und Lyrik zu festen Bestandteilen des Programms des Westdeutschen Rundfunks. Er erweiterte das Spektrum um volkskundliche Sendungen und bezog auch das niederdeutsche Theater mit ein. In fruchtbarer Zusammenarbeit mit zahlreichen Autoren aus allen Bereichen Niederdeutschlands förderte er den Anschluss der niederdeutschen Literatur an die modernen Entwicklungen, ohne dabei die Tradition aus dem Auge zu verlieren. Seine sorgfältige und intensive Schulungsarbeit an den Sprecherinnen und Sprechern wurde zur zuverlässigen Grundlage für die weitere Zukunft des Niederdeutschen im Medium Rundfunk. „

1990 - Hannes Demming, Münster

Verleihung am 13. Oktober 1990 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf-Stiftung. Laudatio: Georg Bühren, Münster.

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Hannes Demming hat sich in den vergangenen 30 Jahren in vielfältiger Weise bei der Erhaltung und Verbreitung der niederdeutschen Sprache und Literatur bleibende Verdienste erworben.

 

Als Schauspieler

auf der Bühne, im Hörspielstudio und vor der Kamera hat er die Ausdruckskraft dieser Sprache eindrucksvoll bewiesen.

 

Als Autor

hat er mit seinen Rundfunkmanuskripten und vor allem mit der 1989 erschienenen „Fabel-Fibel“ wichtige Beiträge zur niederdeutschen Literatur Westfalens geschaffen. Darüber hinaus hat er sich als Bearbeiter niederdeutscher Buch- und Hörspielmanuskripte und vor allem als Herausgeber ausgewählter Werke Karl Wagenfelds verdient gemacht.

 

Als engagierter Förderer

hat er die Verwendung dieser Sprache in Schule, Kirche und in der Tagespresse beispielhaft praktiziert und so dazu beigetragen, dem Niederdeutschen einen Platz im öffentlichen Leben zu erhalten.“

1992 - Walter Born, Münster

Verleihung am 7. November 1992 im Erbdrostenhof zu Münster. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Hannes Demming, Münster.

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Walter Born hat sich in mehr als vier Jahrzehnten engagierten Einsatzes hohe Verdienste um die Erhaltung und Förderung der niederdeutschen Sprache erworben. Er hat als Lehrer im Sprachunterricht, in Arbeitsgemeinschaften und zahlreichen Kursen der Erwachsenenbildung, Menschen jeden Alters für das Niederdeutsche nicht nur interessiert, sondern auch begeistert und zu aktivem Sprechen ausgebildet. Er hat als Förderer durch seine fachkundige und intensive Mitarbeit im Westfälischen Heimatbund, durch niederdeutsche Pressebeiträge, Vortragsabende und durch seine Mitwirkung bei vielen überregionalen Veranstaltungen außerordentlich dazu beigetragen, der niederdeutschen Sprache die ihr zukommende Stellung in der Öffentlichkeit zu sichern. Vor allem hat er als Autor des „Kleinen Wörterbuchs“, der „Kleinen Sprachlehre“ und der Arbeit „Plattdüütsk is ganz anners“ den Freunden der niederdeutschen Sprache in ihrem münsterländischen Dialekt nahezu unentbehrliche Hilfe für die Lektüre und die eigene Textproduktion an die Hand gegeben.“

1994 - Walter Höher, Schwerte-Ergste

Verleihung am 7. Oktober 1994 auf Haus Vornholz in Ennigerloh-Ostenfelde. Überreichung durch Pater Karl Adolf Kreuser SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Georg Bühren, Münster

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Walter Höher hat in vorbildlicher Weise sein berufliches und privates Schaffen in den Dienst an der plattdeutschen Sprache gestellt. Mit seinen Bemühungen zur Integration des Plattdeutschen in den Schulunterricht, seiner langjährigen Sammeltätigkeit und Archivierungsarbeit zur Bestandssicherung des märkisch- limburgischen Dialekts, seinen musikalischen Arbeiten und Veranstaltungen, mit einer Fülle  seiner plattdeutschen Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk hat er dem Niederdeutschen über den Raum seiner märkischen Heimat hinaus öffentliche Anerkennung verschafft.“

1996 - Georg Bühren, Münster

Verleihung am 10. Oktober 1997 in Ennigerloh anlässlich des 100. Geburtstages von Andreas J. Rottendorf. Überreichung durch Jörg Dantscher SJ, Vorsitzender des Kuratoriums der Rottendorf Stiftung.

Laudatio: Hannes Demming, Münster

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Georg Bühren hat sich um die Pflege, Erhaltung und Förderung der niederdeutschen Sprache auf verschiedenen Gebieten verdient gemacht.

Als Autor zahlreicher Hörspiele, Theaterstücke und besonders der beiden Lyrik-Bände „De Lüe. De Wäör. De Tied.“ Und „Ümroop“ hat er wichtige Beiträge zur neuen niederdeutschen Literatur geleistet.“

1998 - Werner Brüggemann, Warendorf

Brüggemann, seit 1959 Mitglied der Niederdeutschen Bühne am Theater Münster und von 1961 bis 1996 deren Regisseur, inszenierte in dieser Zeit 36 niederdeutsche Stücke (Drama, Komödie, Schwank, Krimi, Musical), in denen er oft selbst große Rollen übernahm. Seine Regiekunst war robust und gleichzeitig feinfühlig. Bei all seiner Verwurzelung in der Tradition hatte er doch auch den Mut, mit Neuem zu experimentieren. Er schrieb etliche plattdeutsche Erfolgsstücke, für den WDR und NDR auch Hörspiele. In ungezählten plattdeutschen Hörspielen wirkte er als gefragter Sprecher mit. Unter seiner Regie fand die NDB 1985/86 den Weg ins Fernsehprogramm des WDR. Brüggemann trat auch als liebenswerter und humorvoller Erzähler und Buchautor in plattdeutscher Sprache hervor.

2000 - Dr. Horst Ludwigsen, Schalksmühle

Dr. Horst Ludwigsen, Schalksmühle

2002 - Prof. Dr. Hans Taubken, Münster

Hans Taubken wurde 1943 in Lingen geboren. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er auf dem Overberg-Kolleg in Münster das Abitur nach und studierte ab 1968 Germanistik und Geographie. Nach seinem Examen im Jahr 1973 wurde er Referent in der Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens. Hier arbeitete Taubken am großlandschaftlichen Projekt „Westfälisches Wörterbuch“. Zeitgleich begann seine Zeit als Hochschullehrer für die niederdeutsche Sprache und Literatur an der damaligen Gesamthochule Paderborn. Hans Taubken galt als einer der wichtigen Ansprechpartner im Bereich der westfälischen Sprache und Literatur. Seine Mitarbeit in der Augustin-Wibbelt-Gesellschaft, als Redakteur des Jahrbuches sowie Bearbeiter der neuen Wibbelt-Edition und als Mitglied der Fachstelle Niederdeutsche Sprachpflege machte ihn in weiten Kreisen Westfalens bekannt.

2004 - Heinrich Schürmann, Clarholz

Verleihung am 7. Oktober 2004 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Überreichung durch Pater Lutz Hoffmann SJ, Vorsitzender des Kuratoriums.

Laudatio: Georg Bühren, Münster

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Herr Heinrich Schürmann hat sich in hervorragender Weise Verdienste um die niederdeutsche Sprache erworben. In Würdigung seiner großen Verdienste um den Erhalt und die Pflege heimatlichen Kulturgutes, besonders der niederdeutschen Sprache, in Anerkennung seiner plattdeutschen Lyrik und seines graphischen Schaffens, das häufig Bezüge zu dieser Mundart aufweist, und für seine neuen, digitalen Formen visueller niederdeutscher Poesie verleiht die Rottendorf Stiftung Ennigerloh Herrn Heinrich Schürmann den Rottendorf-Preis 2004.“

2006 - Egon Reiche, Bocholt

Verleihung am 19. Oktober 2006 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Überreichung durch Pater Lutz Hoffmann SJ, Vorsitzender des Kuratoriums.

Laudatio: Dr. Timothy Sodmann, Südlohn und Henk Lettink, Hogeveen, NL

Begründung in der Verleihungsurkunde:

„Herr Egon Reiche ist der bedeutendste niederdeutsche Erzähler des westlichen Münsterlandes der Gegenwart. Sein Ansehen diesseits und jenseits der Grenze wird nicht zuletzt dadurch dokumentiert, dass er gerade in den letzten Jahren auch für unsere niederländischen Nachbarn als der Repräsentant der zeitgenössischen niederdeutschen Erzählkunst unseres Raumes gilt. Er ist ein Autor, der sowohl sprachlich als auch von den behandelten Inhalten und den gewählten künstlerischen Formen weit über das Mittelmaß hinausragt. Seine Lyrik, vor allem aber seine Erzählungen können sich ohne weiteres mit anspruchsvoller Literatur in hochdeutscher Sprache messen. Das Niederdeutsche seiner Heimat beherrscht er souverän. Egon Reiche bleibt vor allem in seinen plattdeutschen Erzählungen der überschaubaren Umgebung seiner münsterländischen Heimat treu, holt in liebevoller Weise das Leben in den dreißiger Jahren zurück, als wäre es noch gar nicht so lange her. Er zeichnet menschliche Schwächen und Stärken, trifft genau die Stimmung jener Zeit. „Erfundene Geschichten gibt es nicht“ behauptet er. „Die Bühne des Lebens spielt uns täglich Dramen und Komödien vor. Man muss nur hinschauen

2008 - Musikgruppe „Strauhspier“, Rheine

Verleihung am 23. Oktober 2008 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Überreichung durch Pater Prof. Dr. Norbert Brieskorn, stv. Vorsitzender des Kuratoriums

Laudatio: Hannes Demming, Münster

Begründung in der Verleihungsurkunde:

Seit 1981 vertonen die Musiker eigene niederdeutsche Texte oder Gedichte westfälischer Autoren (Wibbelt, Aulke, Baranowski u.a.). So vielfältig wie die Themen ihrer Lieder sind ihre musikalischen Mittel. Mit Elementen der Folk-, Pop- und gelegentlich auch der Rockmusik wird Altes und Neues, Heiteres und Melancholisches, Jahreszeitliches und Sozialkritisches verbunden – eine Mischung, die vor allem bei den jüngeren Freunden der niederdeutschen Sprache gut ankommt und somit für die Erhaltung und Verbreitung des Plattdeutschen sorgt.

„Strauhspier“ hat sich in den vergangenen rund 25 Jahren in Konzerten, Rundfunk- und Fernsehauftritten einen überregionalen Ruf erworben. Zur Zeit entsteht die dritte CD. Nach verschiedenen Besetzungen spielen die Gründungsmitglieder wieder als Trio zusammen:

Nikolaus Evers ( Gesang, Gitarre)

Helmut Schnieders ( Gitarre, Mandoline, Gesang)

Hermi Sürken ( Mundharmonika, Akkordeon, Gesang)

2010 - Pastor Wilhelm Dullweber, Stemwede, und Geistlicher Rat Heinz Withake, Münster


• Verleihung am 7. Oktober 2010 auf Haus Nottbeck,
• Überrreichung durch Pater Ralf Klein SJ, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums
• Laudatio: Pastorin Anita Christians-Albrecht, Burgdorf

Arbeitsgemeinschaft „Plattdüütsch in de Kerk“

Beide Preisträger haben große Verdienste erworben um „Plattdeutsch in der Kirche“. Liturgie und Verkündigung in niederdeutscher Sprache sind beiden Priestern große Anliegen, zu deren Verwirklichung sie seit vielen Jahren durch Textübertragungen, Gottesdienste und Predigten wesentlich beigetragen haben. Sowohl der Auswahlausschuss des Westfälischen Heimatbundes als auch das Rottendorf Kuratorium waren angetan von der Möglichkeit, das ökumenische Anliegen der Pflege der Mundart in der Kirche durch diese Auszeichnung in den Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung zu stellen.

2012 - Dr. Timothy Sodmann, Südlohn


 Verleihung am 25. Oktober 2012 auf Haus Nottbeck,
Überreichung durch Pater Ralf Klein SJ, Vors. des Stiftungskuratoriums
Laudationen: Dr. Markus Denkler, Münster und Harry Morshuis, Oldenzaal NL

Text der Verleihungsurkunde
In Würdigung seiner großen Verdienste um Erhalt, Pflege und Vermittlung der niederdeutschen Sprache und in Anerkennung seiner umfangreichen wissenschaftlichen Mundart- und Namenforschung für die niederdeutsche Sprachgemeinschaft, besonders im grenz übergreifenden Dialektgebiet Achterhoek – Westmünsterland verleiht die Rottendorf Stiftung Herrn Dr. Timothy Sodmann den Rottendorf-Preis 2012 für den Erhalt und die Förderung der niederdeutschen Sprache.

2014 - „pattu“ Jürgen Mönkediek, Peter Egger, Georg Bühren, Alexander Buske


Verleihung am 30. Oktober 2014 auf Haus Nottbeck, Überreichung durch Pater Ralf Klein SJ, Vors. des Stiftungskuratoriums
Laudatio: Prof. Dr. Götz Alsmann, Münster

Die Gesangs- und Instrumentalgruppe „pattu“ sind die vier Herren Jürgen Mönkediek (Ahaus), Peter Egger (Havixbeck), Georg Bühren (Münster) und Alexander Buske (Münster). Sie sind seit fünf Jahren mit über dreißig Konzerten in Dörfern und Städten von der Grenze zum Ruhrgebiet und zu den Niederlanden übers Westmünsterland und Emsland bis nach Niedersachsen zu sehen und zu hören und wurden so in einem beträchtlichen Teil des niederdeutschen Sprachraums bekannt und geschätzt. Neben altem niederdeutschem Liedgut entwickelt die Gruppe neue Lieder, die Themen unserer Zeit zum Inhalt haben, teils grotesk, teils melancholisch, teils heiter und humoristisch.

Auf musikalischem Weg will „pattu“ besonders den jüngeren Teil der Hörerschaft dafür gewinnen, sich ohne Scheu dem Niederdeutschen, dieser alten und gefährdeten Sprache, zu nähern und dabei nicht passiv zu bleiben.
„pattu“ leistet einen vortrefflichen Beitrag dazu, das Niederdeutsche zu erhalten, zu pflegen und zu fördern; Ziele, die Andreas Rottendorf seiner Stiftung zum Auftrag gab.

2016 - Peter Bürger, Eslohe (Sauerland)


Verleihung am 27.10.2016 auf Haus Nottbeck, Überreichung durch Pater Ralf Klein SJ, Vors.
Des Stiftungskuratoriums

Laudatio: Prof. Dr. Walter Gödden, Geschäftsführer der LWL,
Literaturkommission für Westfalen, Münster

Den Rottendorf-Preis 2016 für besondere Verdienste um die niederdeutsche Sprache erhält
Peter Bürger aus Eslohe (Sauerland).

Geboren 1961, studierte Bürger katholische Theologie in Bonn, Paderborn und Tübingen.
Der Diplom-Theologe ließ sich zum examinierten Krankenpfleger ausbilden und war seit 1988
in Düsseldorf in Krankenhäusern und in der psychosozialen Betreuung von HIV-Betroffenen und Drogenabhängigen tätig. Ab 2003 arbeitet er als freiberuflicher Publizist und wohnt in Düsseldorf.

Seine besondere Leidenschaft gilt der Pflege und Erforschung der niederdeutschen Sprache seiner sauerländischen Heimat. Er betreut das von ihm gegründete Christine-Koch-Mundartarchiv am Museum Eslohe.

Nach der Werkausgabe der Mundart-Lyrikerin Christine Koch folgten umfangreiche Sammlungen und Publikationen aus plattdeutscher Schreibkultur im kurkölnischen und märkischen Sauerland.
Zu dieser ehrenamtlich geleisteten Arbeit gehört auch die digitale Publikationsreihe „daunlots“ mit bereits über 70 Ausgaben. Zuletzt hat Bürger 2015 den ersten Band einer neuen Buchreihe „Sauerländische Mundart-Anthologie“ herausgebracht.

Dieser Ausschnitt aus seiner Arbeit macht deutlich, mit welcher Intensität Peter Bürger Texte in sauerländischer Mundart sammelt, erforscht, aufbereitet und herausgibt.

Nach den Preisträgern der letzten Jahre aus den westfälischen Regionen nördlich der Ruhr erhält jetzt ein Südwestfale, ein ambitionierter Sauerländer, den Rottendorf-Preis für Niederdeutsch 2016.

 

2018 - Elisabeth Georges (Münster-Hiltrup)

 

Verleihung am 11.10.2018 auf Haus Nottbeck, Überreichung
durch Pater Ralf Klein SJ, Vors. des Stiftungskuratoriums.

Laudatio: Georg Bühren (Preisträger 1996 & 2014)

Den Rottendorf-Preis 2018 für besondere Verdienste um die niederdeutsche Sprache erhält Elisabeth Georges aus Münster-Hiltrup.
Geboren am 04. November 1942 in Münster, hat sie sich im Ehrenamt als Schauspielerin, Pädagogin, Rezitatorin, Hörspielsprecherin und Spartenleiterin am Theater Münster in außergewöhnlich hohem Maße um die Pflege und den Erhalt der niederdeutschen Sprache und Kultur verdient gemacht.

Seit mehr als 40 Jahren bekleidet Frau Georges als Schauspielerin die niederdeutschen Bühnen. Eine erhebliche Anzahl von Produktionen wurde seit 1985 vom Fernsehen des WDR aufgezeichnet und ausgestrahlt. Erwähnt werden müssen überdies viele Sonderauftritte in den Dörfern und Städten des nahen und ferneren Münsterlandes.

Als Pädagogin hat sie auch über ihre Pensionierung hinaus in Grundschulen Jahr für Jahr bis heute eine große Zahl interessierter Kinder, unter ihnen viele mit Migrationshintergrund, an die niederdeutsche Sprache mit ihrer besonderen Phonetik, Lexik und Grammatik herangeführt.

Als gefragte Rezitatorin erfreut sie beständig in Münster und im Münsterland bei Lesungen und Vorträgen.

Seit 2009 führt Frau Georges im Ehrenamt die Niederdeutsche Bühne als eine voll integrierte Teilsparte des Theaters.

Wegen ihres so außerordentlich hohen, stets ehrenamtlichen und so erfolgreichen Engagements im Dienste der niederdeutschen Sprache und Kultur hat der satzungsgemäß zuständige „Rottendorf-Ausschuss“ des Westfälischen Heimatbundes Frau Georges für den diesjährigen Rottendorfpreis vorgeschlagen.

Die Stiftung hat im April dieses Jahres diesem Vorschlag zugestimmt. Nach der letzten Aufführung des Stückes „Dat Geld ligg up de Bank!“ am 21. April wurde Elisabeth Georges unter dem Beifall des Publikums mit der Nachricht über die Verleihung des Preises freudig überrascht.

Rottendorf-Preis Pharmazie / Pharmakologie und Rottendorf Europa-Preis

Rottendorf Stiftung vergibt alle 2 Jahre den Rottendorf-Preis für Pharmazie und Pharmakologie
Seit 1995 gibt es zusätzlich den Europapreis

1977 Essen, Preis für Pharmakologie: Dr. rer. nat. Otto-Erich Brodde, Senden, Prof. Dr. med. Joachim Wagner, Düsseldorf

1979 Bonn Preis für Pharmazie: Priv. Doz. Richard Süverkrüp, Bornheim

1981 Köln Preis für Pharmakologie: Dr. med. Gerh. Heimann, Köln

1983 Münster Preis für Pharmazie: Dr. rer. nat. Hartmut Derendorf, Apotheker Jürgen Maibaum

1985 Düsseldorf Preis für Pharmakologie: Dr. D. Hafner, Prof. Dr. U. Borchard

1987 Bonn Preis für Pharmazie: Dr. Leimann Sutanto, Bonn

1989 Köln Preis für Pharmakologie: Dr. Stefan Dhein

1991 Münster Preis für Pharmazie: Dr. rer. nat. Dirk Schrader, Hamburg

1993 Bonn Preis für Pharmakologie: Dr. Gerhard Moldering, Dr. Klaus Fink, Prof. Dr. Eberhard Schlicker
Europa-Preis: Dr. Lisa Giovanelli, Universität Florenz

1995 Münster Preis für Pharmazie: Dr. habil. rer. nat. Gerhard Scriba, Münster
Europa-Preis: Dr. Gilles Ponchel, Paris

1997 Mainz Preis für Pharmakologie: Prof. Dr. Dr. Ernst Mütschler, Dr. Ragip Ziyal, Prof. Dr. Günter Lambrecht,
Prof. Dr. Dieter Nickel, Guildo Müller
Europa-Preis: Dr. Adriaan Peter Fjzermann

1999 Düsseldorf Preis für Pharmazie: Dr. Wolfgang Sippl, Universität Düsseldorf
Europa-Preis: Kriestien de Paepe, Vrije Universität Brüssel, Belgien

2001 Bochum Preis für Pharmakologie: Dr. Andreas Friebe, Universität Bochum
Europa-Preis: PB Ramiro Jover Atienza, Universidad de Valencia, Spanien

2003 München Preis für Pharmakologie: Dr. Andreas Ludwig, Universität München
Europa-Preis: Dr. Maclej Baginski, Universität Gdansk, Polen

2005 Münster Preis für Pharmazie: Dr. Rotraut Stephanie Müller, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Europa-Preis: Dr. Sophie Durieux-Poissonnier, Université du Lille, Frankreich

2007 Bonn Preis für Pharmazie: PD Dr. Daniela Gündisch, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Europa-Preis: Dr. Anne des Rieux, Université chatholique de Louvain, Bruxelles, Belgien

2009 Düsseldorf Preis für Pharmazie: Dr. Markus Thommes, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
Europa-Preis: Dr. Magali Zeisser-Labouébe, Université de Genève, Schweiz

2011 Bonn Preis für Pharmakologie: Dr. Ana Kilić, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Europa-Preis: Dr. Frank Christian, University of Glasgow, Schottland

2013 Münster Preis für Pharmazie: Dr. Ralph Holl, Westfälische Wilhelms- Universität Münster
Europa-Preis: Dr. Gregor Fuhrmann, ETH Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Schweiz

2015 Köln Preis für Pharmakologie: Dr. Markus Pietsch, Universität zu Köln
Europa-Preis: Dr. Morten Skott Thomsen, Copenhagen University, Dänemark

2019 Aachen Preis für Pharmakologie und Pharmazie: Dr. rer. Nat. Sonja Djudjaj , Westfälische Hochschule Aachen, Dr. Yang Shi, University Utrecht