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Die Rottendorf Stiftung

Andreas J. Rottendorf, der Gründer des Pharmaunternehmens, und Frau Rose Rottendorf übertrugen, da sie keine Kinder hatten, ihr Vermögen in eine Stiftung und gaben diese Stiftung in die Obhut der damaligen Oberdeutschen Provinz der Jesuiten, heute Deutsche Provinz der Jesuiten. Die Stifter gaben ihrer Stiftung eine dreifache Aufgabe:

Die Rottendorf Stiftung fördert

• die Pharmawissenschaften,
• die Erforschung und Pflege der niederdeutschen Sprache
• und kirchliche, allgemeinwissenschaftliche und mildtätige Zwecke.

Hohes Ansehen haben die beiden Förderpreise der Stiftung: einer für besondere Leistungen in der Pharmakologie und Pharmazie und einer für Verdienste um die niederdeutsche Sprache. Beide Preise werden im jährlichen Wechsel – also alle zwei Jahre – verliehen.
Unter dem immer bedeutsamer werdenden Gesamtthema “ Globale Solidarität- Schritte zu einer neuen Weltkultur “ steht das Forschungsprojekt der Rottendorf Stiftung an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München- mit interdisziplinären Symposien und Colloquien, deren Beiträge in einer sehr anspruchsvollen Buchreihe veröffentlicht werden. Außerdem hilft die Stiftung beim Aufbau von wissenschaftlichen Bibliotheken, sie gibt Stipendien und schickt Arzneimittel an Missionsstationen.

Organe der Stiftung sind der Vorstand und das Kuratorium. Der Stiftungsvorstand besteht aus drei Personen, die vom Kuratorium für die Dauer von fünf Jahren gewählt werden. Der Vorstand vertritt die Stiftung. Das Kuratorium besteht aus bis zu zehn Mitgliedern. Vorsitzender ist der jeweilige Provinzökonom der Jesuiten. Drei weitere Mitglieder werden vom Provinzial der deutschen Jesuitenprovinz ernannt: ein wissenschaftlich tätiger Pater und zwei Laien, die im Rechts- und Wirtschaftsleben bewandert sein müssen; Letztere werden für drei Jahre ernannt, wobei eine Wiederbenennung möglich und üblich ist. Dieses Kuratorium kann für jeweils drei Jahre bis zu sechs weitere Mitglieder hinzu wählen. Auch hier ist eine Wiederwahl möglich und üblich. Kuratorium und Vorstand tagen in der Regel zweimal im Jahr, einmal am Sitz der Stiftung in Ennigerloh und einmal am Ort der jeweiligen Preisverleihung. Aufsichtsbehörde der Stiftung ist der Regierungspräsident in Münster. Die Satzung der Rottendorf Stiftung als Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Ennigerloh wurde rechtsfähig mit Genehmigung des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen am 5.12.1974.